GEHÖRT Architektur einer lernenden Demokratie

Jens van Rickeln

Was wäre, wenn es eine Struktur gäbe, die den Menschen wirklich zuhört?

Bis zum 30. November verschenke ich 30 Exemplare an Menschen, die sich beruflich mit Demokratie und Bürgerbeteiligung beschäftigen und mir nach dem Lesen eine ehrliche Rückmeldung geben.

Erschienen am 15. Oktober 2026 · Hardcover · 220 Seiten

Buchumschlag von GEHÖRT, Architektur einer lernenden Demokratie, von Jens van Rickeln. Dunkelgrünes Hardcover mit altrosa Rücken.
Grafiken von Juliane Gutschmidt

Das Buch

Gehört an den Türen

Was wäre, wenn es eine Struktur gäbe, die den Menschen wirklich zuhört?

Seit 27 Jahren liefere ich Getränke aus und höre an den Türen, was die Menschen in diesem Land bewegt. Die Rentnerin, die sich die Heizung nicht mehr anmacht. Der Mann, der nicht mehr wählen geht. Die Frau, die allein am Tisch sitzt mit einem Papierstapel, den sie nicht versteht. Irgendwann habe ich aufgehört, nur zuzuhören. Ich habe angefangen zu fragen. Daraus ist ein Entwurf für eine lernende Demokratie geworden. Ein System, das die Stimmen der Bürger anonym aufnimmt und geordnet dorthin bringt, wo entschieden wird. Künstliche Intelligenz ist dabei das Werkzeug. Die Quelle sind die Menschen an den Türen.

„Dieses Buch ist der Anfang. Was daraus wird, liegt nicht mehr bei mir allein.“
Jens van Rickeln

Text der Buchrückseite

Inhaltsverzeichnis

Teil 01 · Ursprung

  1. VVorwort9
  2. 1Die Türen, die reden10
  3. 2Was ich jeden Tag höre14
  4. 3Das Werkzeug16

Teil 02 · Die Idee

  1. 4Was NOMOS ist18
  2. 4aDie Architektur auf einen Blick24
  3. 5Warum es gebraucht wird28
  4. 5aWer soll entscheiden?32
  5. 5bWer nicht mehr vorkommt36
  6. 6Was es anders macht als klassische Systeme40
  7. 6aNOMOS im Feld der demokratischen Innovationen44
  8. 6bGelost oder gewählt?52
  9. 7Die Grundspannung58

Teil 03 · Die Architektur

  1. 8Die doppelte Trennung62
  2. 9Governance-Gewicht und NOMOS-Sphäre66
  3. 10Das KI-Netzwerk70
  4. 11Das sokratische Protokoll74
  5. 11aDie Disziplin, die wir vergessen haben80
  6. 12Das Kuratorium84
  7. 13Die Audit-Schicht90
  8. 13aDer Erklärer96
  9. 13bDie vergessene Aufgabe100

Teil 04 · Systemhärtung

  1. 14Die erste Prüfung106
  2. 15Anonymität und Missbrauch108
  3. 15aDie Antwort auf den härtesten Einwand112
  4. 16Die Grenzen der KI118
  5. 17Technokratie und Akzeptanz122
  6. 18Die äußere Gefahr126
  7. 19Warum Kritik das System stärkt132
  8. 19aOhne Erlaubnis136

Teil 05 · Die Umsetzung

  1. 20PRISMA140
  2. 20aDer NOMOS-Träger144
  3. 21Buch und STOA148
  4. 22Trägerschaft, Finanzierung und Aufsicht152
  5. 23Die Pilotphase156
  6. 23aEine Frage, ganz durchgespielt160
  7. 23bVon heute zu NOMOS164

Teil 06 · Der Übergang

  1. 24Von der Stimme zur Wirkung166
  2. 25Vom System zur Kultur170
  3. 26Der Beginn nach dem Ende174
  4. 27Ein Tag in PRISMA178
  5. 28Ich suche euch182

Schluss und Anhang

  1. ATechnische Systemarchitektur187
  2. BGesellschaftliche und rechtliche Grundlagen191
  3. CUmsetzung und Pilotphase196
  4. DGlossar der Kernbegriffe200
  5. EGesamtfazit204
  6. FWas die Zahlen sagen (Stand April 2026)205
  7. GVerifikation: Wer darf mitsprechen?206
  8. HWas passiert, wenn die KI lügt?210
  9. IWas passiert, wenn es scheitert?212
  10. ÜÜber den Autor217

Was das Buch beschreibt

NOMOS in Kürze

NOMOS ist der Entwurf eines Systems, das die Stimmen der Bürger anonym aufnimmt, mit Hilfe von KI klärt und geordnet dorthin bringt, wo entschieden wird.

Schaubild der Architektur von NOMOS: Bürgerinnen und Bürger gelangen anonym über PRISMA oder an der Tür über den NOMOS-Träger zur doppelten Trennung mit Pseudonym. Mit dem Governance-Gewicht geht ein Anliegen ins sokratische Protokoll, unterstützt vom KI-Netzwerk, dann zum Kuratorium, das entscheidet und öffentlich begründet. Die Audit-Schicht prüft. Die treuhänderische Stelle ordnet ein Pseudonym nur auf richterlichen Beschluss zu. Alles liegt unter dem Dach der Stiftung. Das Ergebnis geht an Parlament und Öffentlichkeit, Ignorieren wird sichtbar.
Die Architektur auf einen Blick, Kapitel 4a. Grafik von Juliane Gutschmidt
PRISMA
Der anonyme Eingang des Systems, in dem eine KI hilft, einen Gedanken zu klären, bis er für sich allein steht.
Doppelte Trennung und Pseudonym
Wer du bist, bleibt verdeckt, was du tust, bleibt über das Pseudonym sichtbar und zurechenbar, und deine Auswahldaten kommen nie mit deinem Beteiligungsverhalten in Berührung.
KI-Netzwerk
Ein Verbund mehrerer unterschiedlicher Modelle, die einander widersprechen müssen und keine Entscheidungsgewalt besitzen.
Sokratisches Protokoll
Das fünfphasige Verfahren, das jede Frage durch Widerspruch prüft, bevor eine Empfehlung entsteht.
Kuratorium
Geloste Bürger auf Zeit, die über die vorgebrachten Fragen entscheiden und ihre Gründe öffentlich darlegen.
Audit-Schicht
Die unabhängige Prüfinstanz aus drei Säulen, die das ganze System kontrolliert, selbst jedoch nichts entscheidet.

Die Bausteine wörtlich aus Kapitel 4a

NOMOS kann das Parlament zu nichts zwingen. Die bindende Entscheidung bleibt bei den gewählten Abgeordneten.

Was NOMOS leisten kann, ist etwas anderes. Es macht eine Forderung sichtbar, begründet und nachvollziehbar. Wenn das Parlament eine solche Forderung übergeht, ist das erlaubt. Aber es ist dann eine sichtbare politische Entscheidung, für die jemand geradestehen muss.

Nach Anhang B, „Das Verhältnis zum Parlament“

Jens van Rickeln im Treppenhaus mit Sackkarre, drei Getränkekisten und dem Buch GEHÖRT in der Hand.
Auf Tour, Oktober 2026. Foto: Jens van Rickeln

Der Autor

Jens van Rickeln

Jens van Rickeln wurde 1971 in Mannheim geboren und lebt dort bis heute. Die Schule endete nach der siebten Klasse. 1999 machte er sich selbständig als Getränkelieferant. In 27 Jahren an Türen hat er mehr über Gesellschaft gehört als in jedem Seminarraum. NOMOS ist der Versuch, dieses Wissen nicht für sich zu behalten.

über 120.000

Momente an Türen, mehr als 22.000 Stunden im Gespräch. Man führt sie im Treppenhaus, an der Einfahrt, zwischen zwei Lieferungen.

Aus Kapitel 1, „Die Türen, die reden“

Das Buch ist mit Künstlicher Intelligenz als Werkzeug entstanden. „Was hier steht, habe ich entschieden. Wie es hier steht, wäre ohne dieses Werkzeug nicht möglich gewesen.“

Aus der Danksagung

Fragen an das Buch

Frag NOMOS 42

Ein KI-Assistent auf Grundlage von Claude (Anthropic) beantwortet Fragen zum Buch und zu NOMOS in wenigen Sätzen. Antworten können falsch sein, maßgeblich ist das Buch.

Beispiel

Entscheidet bei NOMOS das Kuratorium statt des Bundestags?

Nein. Das Kuratorium ersetzt den Bundestag nicht und ist auch kein zweites Parlament. Es spricht begründete Empfehlungen aus. Die bindende Entscheidung bleibt beim gewählten Parlament.

Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Wer entscheidet am Ende?

Die gewählten Abgeordneten. NOMOS kann das Parlament zu nichts zwingen, das freie Mandat nach Artikel 38 des Grundgesetzes bleibt geschützt. Das Kuratorium spricht begründete Empfehlungen aus, ohne Gesetzeskraft.

Gibt es NOMOS schon?

Nein. NOMOS ist ein Entwurf, beschrieben in diesem Buch. Eine Stiftung, die das System tragen soll, gibt es noch nicht, und für einen Pilotbetrieb steht kein Termin fest.

Wo bekomme ich das Buch?

Die erste Auflage umfasst 100 Exemplare und ist nicht im Handel. Bis zum 30. November verschenkt der Autor 30 Exemplare an Menschen, die sich beruflich mit Demokratie und Bürgerbeteiligung beschäftigen und nach dem Lesen eine ehrliche Rückmeldung geben. Anfragen gehen über das Formular unten. Ein E-Book und weitere Ausgaben sollen folgen, ein Termin steht noch nicht fest.

Was passiert mit den 15 Prozent?

Laut Buch fließen von jedem verkauften Exemplar 15 Prozent zweckgebunden an die NOMOS-Stiftung. Diese Stiftung gibt es noch nicht. Wie der Anteil bis zu ihrer Gründung verwahrt wird, wird auf dieser Seite veröffentlicht.

Kann ich helfen oder spenden?

Vor der Gründung einer Stiftung nimmt der Autor für NOMOS kein Geld an. Wer Unterstützung zusagen möchte, kann sich über das Formular melden. Zusagen werden notiert und nach der Gründung an die Stiftung verwiesen.

Freiexemplar und Vormerken

Benachrichtigung, wenn weitere Ausgaben erscheinen

Die erste Auflage ist nicht im Handel. Wer erfahren möchte, wann das E-Book und weitere Ausgaben erscheinen, kann sich hier eintragen.

Wer sich beruflich mit Demokratie und Bürgerbeteiligung beschäftigt, kann bis zum 30. November eines von 30 Freiexemplaren anfragen. Bitte schreiben Sie dazu kurz, in welchem Bereich Sie arbeiten.

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